Obertoggenburg

Geographie

Das Toggenburg wird im wesentlichen durch zwei Täler gebildet, dem Thurtal und dem Neckertal, benannt nach den Flüssen Thur und Necker. Höchster Berg ist der 2502 Meter hohe Säntis im Alpstein-Massiv. Das charakteristische Wahrzeichen des Toggenburg ist aber die Gebirgskette der Churfirsten. Beide Gebirge sind Teil der Appenzeller Alpen. Die Churfirsten (2306 m) bilden die südlichste Grenze des Toggenburgs, sie fallen gegen Süden fast senkrecht zum Walensee (419 m) ab. An der Ostflanke des Selun, eines der Churfirsten, befindet sich das Wildenmannlisloch, in dem prähistorische Funde gemacht wurden.

Der Wildhauspass führt vom Obertoggenburg ins Rheintal. Von Nesslau ist das Appenzellerland über den Schwägalppass nach Urnäsch erreichbar. Ins Zürcher Oberland führt die Passstrasse über die Hulftegg zwischen Mosnang und Fischenthal.

Gemeinde Einwohner Fläche(km²)

Obertoggenburg . .. 11'921

9658 Wildhaus . . . . . . 1'266 . . . . 34.43

9656 Alt St.Johann. . . . 1'519 . . . . 53.03

9655 Stein. . . . . . . . . 427 . . . . 12.25

9650 Nesslau. . . . . . . 2'032 . . . . 38.18

9643 Krummenau. . . . . . 1'598 . . . . 42.28

9642 Ebnat-Kappel . . . . 5'079 . . . . 43.54

Vegetation

In den unteren Gegenden hat es viel Laubbäume und Wälder, dann ab den höher gelegenen Alpen und Bergen gibt es nur noch Nadelbäume, die immer seltener werden und schliesslich an der Baumgrenze ganz ausbleiben.

Klima

Die exponierte Lage des äntis sorgt zudem für extreme Wetterbedingungen, welche sonst nur im Hochgebirge üblich sind. So wurde zum Beispiel im Aüril 1999 unterhalb des Gipfels im nördlichen Schneefeld des Bergs die rekordverdächtige Schneehöhe von 816cm gemessen. Die mittlere Temperatur beträgt -1,9°C, der Niederschlag 2487 mm im Jahr.

Tourismus/Sehenswüdigkeiten

Das Säntisgerbirge

Der Säntis befindet sich in den nordwestlichen Alpen (Appenzeller Alpen) im Alpstein, knapp 10 km (Luftlinie) süd-südwestlich von Appenzell. Auf dem Säntis treffen drei Kantone zusammen, Appenzell Ausserrhoden (Gemeinde Hundwil), Appenzell Innerrhoden (Bezirk Schwende) und St. Gallen (Gemeinde Wildhaus im Toggenburg). Obwohl sein Gipfel nur 2’502 müber dem Meer liegt, ist er durch die tiefe Abtrennung der Appenzeller Alpen nach seiner Schartenhöhe von 2’021 man zwölfter Stelle in den Alpen und die Nummer 29 in Europa.

Durch die exponierte, nördlich vorgelagerte Lage des Alpsteins ist der Berg eine von weither sichtbare Landmarke. So gibt es auch im Schwarzwald Häuser mit dem Namen Säntisblick. Bei idealen Bedingungen ist der Säntis sogar vom Stuttgarter Fernsehturm (170 km Luftlinie) aus sichtbar. Vom Säntisgipfel aus kann man in sechs verschiedene Länder sehen: Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien. Der Berg ist touristisch gut erschlossen: Sein Gipfel ist per Luftseilbahn von der Schwägalp, durch Wanderwege von dort, von Wasserauen, Wildhaus, Unterwasser oder über andere Routen erreichbar.

Luftseilbahn Schwägalp

Luftseilbahn Schwägalp - Säntis

Luftseilbahn Schwägalp – Säntis

Die erste Luftseilbahn von der Schwägalp auf den Säntis wurde 1933 bis 1935 erstellt. Zuvor waren mehrere Projekte, den Säntis von Wasserauen oder Unterwasser aus mit einer Zahnradbahn zu erschliessen, gescheitert (siehe Säntis-Bahn). 1960 wurden die Kabinen der Seilbahn durch grössere Kabinen ersetzt. Zwischen 1968 und 1976 wurde die Seilbahn auf den Säntis komplett neu gebaut. Im Jahr 2000 wurden neue Seilbahnkabinen angeschafft. Die Luftseilbahn Schwägalp–Säntis gehört zu den bestfrequentierten Bergbahnen der Schweiz. Sie hat eine Länge von 2307 m und überwindet einen Höhenunterschied von 1123 m.

Geschichte vom Säntis

Blick zum Säntis vom deutschen Bodenseeufer
Säntis vom Flugzeug aus gesehen
Säntis vom Flugzeug aus gesehen

Der Name Säntis ist seit dem 9. Jahrhundert schriftlich bezeugt. Abgeleitet ist er vom früh-rätoromanischen Eigennamen Sambatinus, „der am Samstag Geborene“, womit zunächst wohl eine am Berghang gelegene Alp bezeichnet wurde. Später wurde der Name auf den Gipfel übertragen und als Semptisoder Sämptiseingedeutscht.

Der Säntis war in der Helvetischen Republik (1798 bis 1803) der Namensgeber des Kantons Säntis.

1846 wurde erstmals ein Gasthaus auf dem Säntisgipfel errichtet und 1882 eine Wetterstation eingerichtet. Diese musste das ganze Jahr durch einen Wetterwart bedient werden, welcher aufgrund der extremen Wetterbedingungen den ganzen Winter mit Vorräten ausgerüstet alleine dort oben verbringen musste.

Zwinglihaus in Wildhaus

Zwinglihaus in Wildhaus

In Wildhaus in der Nähe der Post liegt etwas untehalb der Strasse wo 1484 der Schweizer Reformator und Begründer der zwinglianischen protestantischen Landeskirche geboren wurde. Das gewettete Blockhaus ist vermutlich noch älter. Ursprünglich einmal das Haus begüterter Gemeindeammänner, war es um 1850 nach zeitgenössischen Berichten nur noch „eine baufällige, windschiefe Hütte“. Im Bericht von Prof. Dr. R. Rahn von 1896, der zur Renovation führt, stand u.a. „Von aussen gesehen, ist der erste Anblick noch leidlich, von innen besehen … nimmt die Zahl der Defekte erschreckende Dimensionen an …“ Das Haus hat eine bewegte Baugeschichte mit zahlreichen, tiefgreifenden Umbauten hinter sich und sieht heute bei weitem nicht mehr so aus wie zu der Zeit, in der Ulrich Zwingli dort seine Jugendjahre verlebte. Sogar der heutige Eingang auf der Südseite ist nachträglich eingesetzt worden, früher gab es solche auf der Nord und der Westseite. Das Haus scheint ursprünglich auf der West- auch der Ostseite je einen Anbau mit Laube („Vorbrugg“) und an der Nordseite einen Stallanbau aufgewiesen zu haben.

Typische Bauten

Im Obertoggenburg findet man auch Stall, Wohnung, Scheune und Schopf als allein stehende Bauten. Im 19. Jh. kam doch die Textilindustrie das reine Wohnhaus auf. Mit Einheimischen Elemneten und Baustoffen aber nch der damals modernen Art des Bedermeierstils. Die Fassaden sind symetrisch und auch die Dachgibel und Lukarnen betonen die Mitte. Eine weitere Eigenheit des Hausbaus ist die Verschindelung mit Etanit, die in diesem Ausmass anderswo in der Schweiz nicht vorkommt.

Allgemein zum Haus

Die Häuser sind den appenzeller Häuser sehr ähnlich. Gewetteter oder verzinkter Block oder Strickbau und später Bohlenständerbau, Kreuzfirst, steiles Satteldach und Reihenfenster mit Falläden. die Klebdächlein eigentlich eine Besonderheit eines Innerschweizer Hauses, verlaufen quer über die Fassade. Ursprünglich dienten sie als bloser Wetterschutz und waren nach unten offen. Seit dem Barock werden sie halbrund verschalt und sie haben sich zu einem charakteristischen Hausschmuck entwickelt.

Wie im benachbarten Appenzellerland ist im Toggenburg die original Streichmusik, bestehend aus Hackbrett, zwei Violinen, Cello und Bassgeige verbreitet. Auch die Jodeltradition (Naturjodel) wird noch heute im Tal und auf den Alpen gelebt; ähnliche Stile finden sich auch hier im ganzen Alpsteingebiet.

http://www.toggenburg.org/de/welcome.cfm

Seite über den Tourismus im Toggenburg mit allen Angeboten im Überblick.

http://www.toggenburg.ch/gemeinden.php

Sehr informative Seite über alle Gemeinden im Toggenburg. Mit Infos über Wirtschaft, Kultur und das wohnen im Toggenburg.

http://www.saentisbahn.ch/pages/d/index.php

Seite der Säntisbahn, mit allen Daten zu Ausflügen auf den Schäfler, die Schwägalp und den Säntis.

http://www.obertoggenburg.ch/obertoggenburg/index.asp

Obertoggenburger Website, ist noch nicht vollständig hergestellt, in der Hoffnung auf ein baldiges Funktionieren haben wir diese Seite trotzdem verlinkt.

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