Allgemeine Lage

Das Napfgebiet befindet sich im Luzerner Hinterland.Dieses Bergland ist ein 800 bis 1408 m hohes Hügel- und Berggebiet in der Schweiz, das etwa in der Mitte zwischen den Städten Bern und Luzern liegt. Sowohl geographisch als auch geologisch ist das Napfbergland trotz seiner markanten Reliefunterschiede dem Mittelland zuzuordnen.Von den höchsten Kämmen reicht die Rundsicht vom Säntis bis zu den Berner Alpen und über das Mittelland und Jura bis zu den Vogesen.

Napfgebiet

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Geschichte

Die südlichen Täler des Napfgebietes wurden seit dem 12. Jahrhundert von Mönchen aus dem Kloster Trub erschlossen, gerodet und bewohnbar gemacht. Die eigentliche Besiedlung der Region begann jedoch erst im Spätmittelalter. Mit der Zeit entwickelte sich die Köhlerei, was zur Folge hatte, dass das Gebiet immer mehr gerodet wurde. Weil dadurch die stabilisierende Wirkung der Hänge durch die Bäume wegfiel, waren die Täler und die Dörfer des Unterlandes einer erhöhten Hochwassergefahr ausgesetzt, wobei die Bäche jeweils grosse Schuttmengen mit sich führten. Erst im 20. Jahrhundert begann man mit der Wiederaufforstung grosser Flächen.

Kulturlandschaft

Die Region ist ein typisches Streusiedlungsgebiet mit verschiedenen Weilern (kleine Siedlungen), die meist in den Tälern liegen, und zahlreichen Einzelhöfen, die weit verstreut sowohl in den Tälern als auch auf den Kämmen (Eggen) stehen. Diese Gehöfte sind oftmals sehr abgelegen und nur schwierig zu erreichen.Typisches Emmentaler Bauernhaus Gasthaus
Die Bewohner leben von der Graswirtschaft und Viehhaltung sowie von der Forstwirtschaft und Holzverarbeitung; Ackerbau gibt es nur in günstigen Tallagen und in den weniger stark kupierten Bereichen des nördlichen Napfberglandes.

Gelände

Allein schon anhand des feinen Gewässernetzes lässt sich der Baustil des Napfgebietes erkennen. Die grossen Bäche schufen radikale Hauptfurchen, die kleineren verzweigen sich in unzählige Rinnsale, und schliesslich fliesst das Wasser durch einen fast kreisförmigen Talgürtel mit der Kleinen und der Grossen Emme und vielen anderen Gewässer weg. Tief greifen die Sohlen der Täler ins Gestein. Das sind die Gräben, von denen grüne Wiesenflächen beidseits gegen die bewaldeten Hänge aufsteigen. Die Bergweiden im Gipfelgebiet werden nur noch im Sommer genutzt.Luzerner Hinterland (Napfgebiet)

Wandern auf dem NapfBlick auf den Napf

Den Napf (1408m) erreicht man am Einfachsten von Romoos, Menzberg, Luthern/Luthern Bad oder Fankhaus aus. Das Napfbergland ist – wenn man von den Ortschaften in den Tälern, die das gesamte Gebiet umspannen, absieht – eine sehr dünn besiedelte Region. Darum ist es auch eine beliebte Wanderregion.

Luthern Bad – Napf

Km

Std

Zug – Luzern (SBB)

Luzern – Hüswil (Regional)

Hüswil – Luthern Bad (Bus)

Luthern Bad – Badegg – Nieder Aenzi – Grüebli – Napf

4.5

2

Napf – Trachselegg – Vorder Ei – Luthern Bad

3.5

1.3

Variante Napf – Fankhaus (dann Bus nach Trubschachen)

4.5

2.1

Die Geschichte einer Schnapsidee

Bereits seit Jahren sind die Turnvereine Trub und Trubschachen freundschaftlich miteinander verbunden. Jährlich nehmen die Vereine an einem gemeinsamen Schlussturnen teil und anschliessend werden dann auch Sieg und Niederlage miteinander gefeiert. Bei einem gemütlichen Zusammenseins und ein paar Liter Bier entstand die Idee, gemeinsam einen Marathonlauf zu organisieren. Die Strecke von Trubschachen über die Risisegg, Schafmatt, Trimlen auf den Napf und von dort über Niederenzi, Lushütten, Schynen wieder zurück nach Trubschachen entspricht von der Distanz her genau einem Marathon. Die Idee war geboren.Strecke des Napfmarathon

Der erste Napfmarathon

Im Oktober 1989 war es dann soweit, pünktlich um 9.00 Uhr wurde der Startschuss zum ersten Napf-Marathon gegeben. Unter misslichsten Bedingungen – Wintereinbruch und grosse Kälte – nahmen etwas mehr als 100 Läuferinnen und Läufer die sehr anspruchsvolle Strecke auf sich. Der Organisator kam am Anfang ein bisschen ins Schwitzen, als er den Wetterbericht sah: Wind, Regen und Kälte standen dem Marathon bevor. Doch aus den positiven Reaktionen der Teilnehmer zu schliessen, bestand der Marathon seine „Jungfernfahrt“.

Marathon-Läufer

Weiterführende Links

http://www.napf-marathon.ch/

http://www.trubschachen.ch/

http://www.eriswil.ch/

http://www.hotelnapf.ch/

http://www.grenzpfad.ch/

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