Das Maggia-Tal mit seinen Seitentälern ist ein grossartiges Wandergebiet und bedeckt einen Fünftel des Tessins. Die Valle Maggia ist ein grosses Tal mi erstaunlich grosser Vielfältigkeit. So liegt zwischen dem tiefstgelegenen Dorf Avegno (299m ü.M.) und dem höchst gelegenen Bosco Gurin (1507m ü.M.) ein Höhenunterschied von 1208m. Auch zwischen den Dörfern gibt es grosse Unterschiede: während in der Talsohle die Dörfer vom Bevölkernungswachstum gezeichnet sind, wird in den höheren Regionen der Bevölkerungsschwund ersichtlich. So verändern sich die Dorfbilder vom Residenzbau über die kleinen Dörfer bis zu kleinen Maiensässen in den Alpen. Piero Bianconi beschrieb es so: «Das Tal verzweigt, verästelt und teilt sich auf wie eine Hand: ins Val di Campo und Val di Bosco, Val Bavona, Val Lavizzara und Val Peccia; eine grosse Hand mit knorrigen und krummen Fingern, durchzogen von blauen Wasseradern, die aus Alpenpässen und Bergrücken entspringen, die das Vallemaggia genau begrenzen und es mit den Nachbartälern Onsernone, Formazza, Bedretto, Leventina und Verzasca verbinden»

Aussicht aus einem Maiensass

Cevio

Wenn man im Maggia Tal (Kartenansicht) wandern geht, stoösst man auf viele kleinere Dörfer, die zum Teil recht verwahrlost aussehen können. Ein solches kleines Dorf ist Cevio. Es liegt auf 421 m.ü.M. und seine 476 Einwohner (2004) wohnen auf 0.75km2. Cevio ist der Hauptort des Maggiatals, heisst jedoch erst seit dem 22.Oktober 2006 Cevio, da das Dorf mit den Gemeinden Cavergno und Bigniasco fusioniert hatte.

Dorplatz von Cevio

Von den Einwohnern sind 76% Schweizer Bürger. Die grössten Einwanderungsgruppen kommen aus Italien, Spanien, Portugal, Bosnien-Herzegowina und Sri Lanka. Der für die Region untypische Anteil von Ausländern ist auf die grosse Zahl von Arbeitsplätzen in der Industrie (Steinbrüche) und Gesundheitswesen zurückzuführen. Ausserdem arbeiten sehr viele Bewohner in der öffentlichen Verwaltung. Die Landwirtschaft hat praktisch keine Bedeutung mehr, seit im 19. Jahrhundert sehr viele Bauern nach Australien ausgewandert sind. Ausserdem sind ¼ des Gebietes um Cevio unproduktive Flächen, da es hügelig und steinig ist. Ca. 64% des Gebietes sind von Waldflächen besetzt.

Cevio ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (BUS) gut zu erreichen. Die Strasse von Cevio nach Locarno ist Schneesicher und damit immer befahrbar.

In den letzten Jahren sank die Bevölkerungszahl fortwährend ab, was wahrscheinlich auch so weiter gehen wird, oder so bleibt. Denn das Leben dort ist doch recht hart und der junge Nachwuchs zieht lieber in die grösseren Städte, um dort Arbeit zu finden.

Piero Bianconi

Piero Bianconi

Piero Bianconi (1899-1984), dessen Familie aus dem Verzascatal stammt, wird heute als einer der besten Tessiner Schriftsteller des 20.Jahrhunderts bezeichnet. Er war lange Zeit Lehrer am Lehrerseminar in Locarno und war darüber als Schriftsteller, Kunsthistoriker, Essayist und Autor sehr aktiv. Er studierte Literatur an der Universität Freiburg (Schweiz), mit Studienaufenthalten in Rom und Florenz. Unter seinen Werken, sind die bekanntesten „Blick aufs Tessin“ (Occhi sul Ticino, 1978), „La Svizzera Italiana nell’arte e nella natura“ (1942) sowie „Stammbaum“ ( Albero genealogico, 1969).

Geschichte

Vor 2400 Jahren – wie archäologische Funde beweisen – sind Ligurer (alteuropäisches Volk) in das «Vallis Madiae» eingedrungen und haben sich im vorderen Teil des Tales angesiedelt, wo auch heute noch Dörfer stehen.

Stolz auf eigene Tradition und Rechte, hat das Vallemaggia bis 1513, als die Herrschaft der Schweizer Kantone begann, seine Autonomie bewahrt. Die Landvögte brachten jedoch keine wesentlichen Fortschritte ins Leben der Talbewohner, sodass mit dem Weggang des 159. und letzten Landvogtes im Jahre 1798 ein bedenklich unterentwickeltes Vallemaggia zurückblieb. Dies war ein Grund, weshalb in den Jahren zwischen 1860 und 1930 ein gewaltiger Auswanderungsstrom nach Amerika einsetzte, der dem Tal junge und starke Kräfte entzog. Als die Auswanderungswelle in die Neue Welt abflaute, begann der Auszug der Bevölkerung aus den Bauerndörfern in die Stadt. Somit verringerte sich die Einwohnerzahl von 10`000 im Jahre 1700 auf 4`500 im Jahre 1950. Im folgenden Jahrzehnt setzte fast unbemerkt eine Rückwanderung und somit ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Bau und Betrieb der Kraftwerke, das Aufkommen des Pendelverkehrs, eine gute Wirtschaftskonjunktur, die unter anderem auch den Tourismus förderte, brachten das Vallemaggia auf den Weg zu wirtschaftlichem Aufschwung und Fortschritt, eine Entwicklung, die vor allem in den Seitentälern noch längst nicht abgeschlossen ist.

Wandern

Im Maggia Tal gibt es ein sehr grosses Netz an Wanderwegen, von denen 700km in der Wanderkarte des ETT Valle Maggia verzeichnet sind. Auf grosses Interesse stossen die Wanderwege, die an einem oder mehreren der 48 Bergseen und 6 Stauseen führt. Der höchst gelegene Bergsee befindet sich auf 2450m ü.M..

Ein See im Maggia Tal

Rundwege, die meistens auch im Winter begehbar sind und in der Karte eingezeichnet sind findet man sehr viele in der Talsohle.

Um im Maggia Tal wandern zu gehen sollte man genügend gut ausgerüstet sein und zuvor abgecheckt haben, ob man die Route auch körperlich schafft, da es recht hügelig ist und Rettungskolonnen all zu oft ausrücken müssen um verunfallten, verirrten oder erschöpften Wanderern zu helfen.

Es gibt zwei nennenswerte Panoramawege.

Persönlicher Eindruck aufgrund der Recherchen

Ich denke, das Maggia Tal ist mit seiner sehr schönen Flora und Fauna ein sehr idyllischer Ort.

Ausserdem ist auch die Bergwelt sehr schön und die vielen Seen denke ich sind sehr klar. Da mir eigentlich so kleine Städtchen gefallen, würde ich vielleicht gerne mal dort wohnen, jedoch nur für kurze Zeit. Als ich noch jünger war, ging ich einmal mit miener Familie dort in die Wanderferien, was mir sehr gefiel. Es erinnerte mich sehr stark an Italien, denn die Wälder und so waren sehr grün und feucht.

Valle Maggia

Wir waren dort auch in einem kleinen Dorf, dessen Name ich jedoch nicht weiss. Von dort aus fuhren wir dann mit dem Zug nach Hause, was sehr lange ging, da wir einen sehr grossen Umweg machen mussten, da es dort einfach eine schlechte Zugverbindung gab. Ich denke in diesem Teil könnten sie sich dort noch recht gut verbessern.

Links

http://www.reisefuehrer-lagomaggiore.de/centovalli.php

http://www.pietraviva.ch/

http://www.vallemaggia.ch/

http://www.alpi-ticinesi.de/ticino/valli/vallemaggia.html

http://www.info-tessin.com/Maggiatal/maggiatal.html

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