Das Valsertal

Das Valsertal liegt im Kanton Graubünden. Seine Bewohner sind ausgewanderte Walliser, woher auch der Name des Tals kommt. Man spricht dort walserdeutsch. Die Landschaft besteht aus Wiesland, Alpenweiden, Bergwald, Fels und Eis.

Vals

Die Mitte des Dorfes liegt 1252 m ü. M. Früher wurden die Hofsiedlungen ganzjährig bewohnt, heute werden sie nur noch zur Maiensäss genutzt. Im Jahre 2000 wohnten 885 Menschen in Vals. Eigentlich sind es rund 1000 Einwohner, da man die Saisonangestellten nicht mitgerechnet hat.

Das Dorf Vals

Das Wasser

Regen und Eis haben das Valsertal so wie es heute ist, in Millionen von Jahren geschaffen. Es hat zahlreiche Quellen, Seen, Bäche und Wasserfälle. Doch früher wurde das Tal auch oft von Überschwemmungen heimgesucht, weshalb seine Bewohner schon einige Male nah daran waren, das Tal zu verlassen. Doch heute steht eine Staumauer am Ausgang des Tales und bringt ihm in dieser und auch anderer Form Geld.

Im Valsertal befindet sich auch ein Thermalbad, das von der einzigen warmen Thermalquelle Graubündens gespiesen wird. Das Quellwasser kommt mit einer Temperatur von 30° C aus dem Boden.

 

Flora und Fauna

Im Valsertal gedeihen einige Seltenheiten, die auch unter Sammelverbot stehen, wie beispielsweiseder eurosibierische Berg-Drachenkopf oder die Grasnelke.

 ein Berg-Drachenkopf

Einige Berg-Drachenköpfe

 In den Zentralalpenn müssen Pflanzen grössere Temperaturunterschiede aushalten, da die licht- und Wärmeintensität am Tag sehr hoch ist. Doch das ermöglicht ihnen auch höher zu wachsen. Die Waldgrenze liegt im Valsertal bei 2000 Meter übber dem Meer.

Das Valsertal hat ungefähr die Grösse des Schweizer Nationalparkes. Es leben  ungefähr über 100 Vogelarten, 30 Säugetierarten und mehr als 5000 wirbellose Arten. Die dort lebenden Vögel sind optimal ausgerüstet. Sie können rasch fliegen und sind ausgezeichnete Segler. Die grossen pflanzenfressenden Arten haben biegsame, zangenartige Zehen und gewölbte, weiche und auf abschüssigen Flächen gut haftende sohlen entwickelt. Auch einige Schmetterlingsarten sind das ganze Jahr über zu finden, zum Beispiel der Gletscherfalter.

Ein Gletscherfalter

Durchschnittlich nisten zwei Steinadlerpaare im Valsertal, dennn ein Paar beansprucht 100 km2 für ihr Revier. Die besten Felskletterer sind Steinböcke, obwohl das Gewicht ihrer Hörner bis zu 15 kg beträgt.

 

Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten

Der Zervreilastausee

Er liegt in der Gemeinde Vals. Die Staumauer wurde im Jahre 1957 fertiggestellt. Sie 151 Meter hoch und eine Kronenlänge von 504 Metern. Den Namen hat es vom überfluteten Dorf Zervreila auf dem Grund des Sees.

Der Zervreilastausee  mehr Bilder

 

Die Therme Vals

Die Valser Therme ist vollständig aus Quarzstein gebaut. Früher und auch heute noch wurde dieser Quarz zum decken der Dächern gebraucht. Es ist feinkörniger, massiver, geschieferter Glimmerquarzit mit grober Bänderung, bestehend aus grünen, leicht bläulichen, z. T. augigen, glimmereichen Lagen, abwechselnd mit hellgrauen bis weissen Quarzlagen. Einige Werkstücke, beispielsweise der Boden in der Quellgrotte, wiegen über vier Tonnen.

Das Wasser kommt aus der einzigen Thermalquelle Garubündens und fliesst in die verschiedenen Bäder wie Aussen-, Innen-sowie viele andere Bäder.

Der Architekt des Bades ist Peter Zumthor. Er wurde 1943 in Basel geboren, machte verschiedene Aus- und Weiterbildungen im Bereich Architekur, Design und Gestaltung. Ihm wurde 1968 der Auftrag erteilt, die Therme zu bauen.

Lichtspiel in der Therme Vals

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