Das Zürcher Weinland ist eine Region im Norden des Kantons Zürich.

Das Weinland wird im Westen und Norden durch den Rhein, im Osten durch den Kanton Thurgau und im Süden durch den Irchel und die Stadt Winterthur begrenzt und ist ungefähr mit dem Bezirk Andelfingen identisch. Der Bezirk Andelfingen und somit das Zürcher Weinland besteht aus einer Bevölkerung von 28’414 Menschen und einer Fläche von 166.64 Quadratkilometer, was einer Bevölkerungsdichte von 170,51 Einw./km² entspricht.

Typisch für das Zürcher Weinland sind nicht nur die bekannten Riegelhäuser, der vom Namen hergeleitete Weinanbau und die sehr ländliche Gegend sondern auch der grosse Anteil an Sonnenschein und das eher warme Klima. Diese Themen werden unten genauer erläutert.

Die Riegelhäuser

Ein gutes Beispiel für erhaltene Riegelhauskunst ist Marthalen, das im Westen des Bezirks Andelfingen liegt. Die meisten der erhaltenen Marthaler Riegelhäuser stammen aus dem 16.-18. Jahrhundert, an ihnen kann man den ländlichen Barock erkennen, der für das Ständergerüst der Fassade verwendet wurde. Deshalb wurde auch geschweiftes Holz verwendet, dass eine dekorative Wirkung auf das Ganze hat und die Häuser zu einer besonderen Sehenswürdigkeit macht.                                         

                          

Hier sieht man, wie speziell die Häuser, teilweise mit viel Aufwand, gebaut werden.

Der Weinbau

Der Zücher Weinbauverband fördert den Weinbau im Weinland. Denn, wie der Name sagt, wird in diesem Gebiet des Kantons Zürich der meiste Wein angebaut, geerntet und angeboten. Viele Reben werden am Kohlfirst angebaut, da dieser ein Südhang besitzt und sich deshalb besonders gut eignet. Aber dieses Gebiet ist auch sehr speziell, den wenn ein Unwetter von Westen oder auch Osten her kommt, sind die Reben dem hilflos augeliefert. Viele Winzer sind deshalb der Meinung, dass das Klima die Reben extrem beeinflusst. Auf der einen Seite das teilweise warme und trockene Klima, aber eben auch das Gegenteil.

Auch im weiteren Kanton Zürich wird viel Wein angebaut im gesamten:                                                                                                         

  • weiss( insgesamt 229 ha): Müller-Thurgau (166 ha), Chardonnay (10 ha), Pinot Gris (9 ha), Pinot Blanc (2 ha), Sauvignon blanc (6 ha), Sonstige (36 ha).
  • rot(insgesamt 415 ha): Pinot Noir (hier Blauburgundergenannt mit 380 ha), Gamaret (2 ha), Garanoir (5 ha), Sonstige (280 ha).         
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    Hier sieht man den Blauburgunder, der in grosser Menge angebaut wird.

    Die ländliche Gegend

    Die ländliche Gegend ist etwas, was das Zürcher Weinland sehr stark verkörpert. Grüne Naturwiesen auf welchen die Wildblumen und Löwenzähne blühen und ein Schachbrett von Felder auf welchen Mais, Raps, Getreide und verschiedene Sorten von Gemüse angebaut werden. Fast alle Ortschaften im Weinland sind Bauerndörfer, was auch gleich Auskunft drüber gibt, wovon die Leute leben, denn viele sind auch heute noch Bauern und können damit ihre Familie ernähren. Wenn man die Dörfer besucht merkt man sofort, dass hier jeder jeden kennt und das das Dorfleben eher traditionell ist. Auch für Tiere bietet die hügelige Landschaft ein super Zuhause, den es gibt noch sehr viele Wälder und Hecken.

    Hier ist das Dorf Uhwiesen abgebildet, welches neben Andelfingen eines der grössten ist.

    Das Atommüllendlager

    Die Schweizer Bundesregierung machte sich mit der Zeit jedoch Gedanken zu einem alternativen Standort für ein atomares Endlager. Den Benken war von der NAGRA(Nationale Genossenschaft zur Lagerung radioaktiver Abfälle) als einziger Ort in der Schweiz in die engere Wahl für ein atomares Endlager gekommen. 

    Bereits 2001 wurden die seismischenUntersuchungen und Probebohrungen in Benken abgeschlossen. Zuvor hatte die NAGRA alle anderen Standort aufgeben müssen, wegen der schlechten Bodenbeschaffenheit. Eine Bürgerinitiative in Benken bildete sich und der Widerstand wuchs, die Behörden versuschten auf Zeit zu spielen. Merkwürdigerweise kam eine von der BI vergebene Studie im Jahr 2003 zu dem Ergebniss, dass „keine offensichtlichen Gründe“ gegen ein Endlager bei Benken sprächen. Obwohl die NAGRA hätte erfreut sein müssen, wies sie auf Fehler und Lücken in der Ölo-Institut-Studie hin. So war darin behauptet worden, die NAGRA habe Ergebnisse von Studien zurückgehalten. Für eine nicht genau recherchierte Studie zahlten die Enlager-Gegner einen Haufen Geld. Alle verteilten Exemplare wurden zurrückgezogen als dies an die Öffentlichkeit kam.

       

    Die Bevölkerung wehrte sich während des ganzen Ablaufs mit einer Demonstration und mit einer Unterschriftensammlung, welche tatkräftig von den umliegenden Dörfern und Benken selbst unterstützt wurde.

    Feste

    Das Kürbisfest

    Seit 1998 findet in Rudolfingen jedes Jahr am Freitag und Samstag in der ersten Novemberwoche ein Kürbisfest statt. Das Fest wir vom Ladenverein zur Unterstützund des Dorfladens organisiert. Die Dorfbevölkerung macht bei der Vorbereitunf mit und schnitzt über tausend Kürbisse für die Dorfbeleuchtung. Die Besucher erwartet nicht nur ein erleuchtetes Rudolfingen, sondern auch kleine Wirtschaften in denen Kürbisspezialitäten gekostet werden können. Natürlich ist die Kürbissuppe, die am meisten verkaufte Spezialität, aber der Besucher kann auch Kürbiscurry, Kürbismousse, Kürbismuffins und anderes probieren.

           

    Hier wurde ein Keller zur Wirtschaft umfunktioniert und man sieht, wie vielfältig der Kürbis genutzt wird.

    Das Herbstfest

    Jedes Jahr findet in einem Dorf im Zürcher Weinland das Herbstfest statt, jedes Jahr hat ein anderes Dorf die Ehre das Fest vorzubereiten, dieses Jahr ist es Benken. Bei einem solchen Fest hilft die ganze Dorfbevölkerung mit, die Vereine sind mit einer Festwirtschaft anwesend oder stellen ihr Können zur Schau, die ortansässigen Politiker lassen es sich nicht nehmen ein Wort an die Besucher zu richten, Bauern wandeln ihre Scheuen in Festwirtschaften um oder stellen vor ihrem Haus einen Stand auf, an welchem hausgemachte Waren angeboten werden, die Schulen sind aktiv und helfen beim Dekorieren oder bei der Unterhaltung und traditionelle Berufe werden ausgestellt. Nicht nur die  Dorfbrunnen, die eine echte Augenweide sind und nicht daran zweifeln lassen, dass die Dorffrauen keine Mühe und Arbeit gescheut haben, versetzen die, teils von weit her gereisten, Besucher in die Richtige Stimmung, sondern auch die gut erhaltenen Bauerndörfer mit ihren Riegelhäuser.     

        

    Hier Bilder vom Herbstfest 2003 in Stammheim.

     

    Persönliche Meinung

    Ich finde, dass das Zürcher Weinland eine sehr schöne Gegen ist für Menschen wie auch für Tiere. Deshald hoffe ich, dass der Bau-Wahn ein Ende nimmt und das Weinland so in seiner natürlichkeit bestehen bleibt, wie es heute noch ist.

    Tipp: Jeder der noch nie da war, sollte dies umbedingt einmal nachholen, es lohnt sich.

    ©annalena aerni,pms1e 

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