Geografie

Das Verzasca Tal liegt südlich der Alpen, im Kanton Tessin. Es liegt zwischen der Leventina und dem Maggiatal und erstreckt sich über eine Länge von 25km in Süd-Nord Richtung, nördlich des Lago Maggiore. Es ist das einzige Tal, das nur von Tessiner Tälern umgeben ist.

 

Valle Verzasca

 

Man könnte sagen, dass das Valle Verzasca ein wildes Tal mit steilen Hängen und unzähligen Wasserfällen ist. Die Berge, die das Tal umgeben, haben eine Höhe von 2400m. Die Verzasca durchfliesst das Tal. Sie wird am Talausgang gestaut und bildet dort den Lago di Vogorno, bevor sie in den Lago Maggiore fliesst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klima, Flora und Fauna

Aufgrund verschiedener Höhenlagen gibt es im Verzasca Tal unterschiedliche Klimazonen. Tenero und Gordola (wie oben auf der Karte zu entnehmen) gehören dank tiefer Meereshöhe, Seenähe und dem Schutz der Berge des Verzascatales vor den Nordwinden zur insubrischen Klimaregion. Wenn man weiter ins Tal Innere kommt, gelangt man in das Hügel- und Bergklima und dann weiter in die Regionen mit dem alpinen Klima (2000 m.ü.M.).

Wegen der Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit und der Höhe kann man im Verzascatal fast alle im Tessin vorkommenden Pflanzen- und Tierarten der verschiedenen Umweltzonen antreffen. Die Edelkastanie, im südlichen Teil des Tales, unter 1000m vorkommend, ist die dominierende Baumart im Valle Verzasca. (1.Bild unten)

 

 

 

 Geschichte

Wegen seiner schweren Erreichbarkeit gilt das Verzascatal als eines der Täler, das am besten seine Ursprünglichkeit bewahren konnte. Zeugen einer sehr frühen Besiedlung der Verzasca-Region fanden sich an der Mündung der Verzasca. Dort wurden Steinarten aus der jüngeren Steinzeit (1800 v. Chr.) gefunden. Vermutlich um 1000 n. Chr. gründeten die Talbewohner eine Gemeinschaft bestehend aus den vier Dorfgenossenschaften: Vogorno (mit Corippo), Lavertezzo, Brione (mit Gerra) und Frasco (mit Sonogno). Die Gemeinschaft gehörte zum Pieve von Locarno, gegen den sie sich 1398 auflehnte. Zwischen 1410 und 1500 geriet das Tal abwechselnd unter die Herrschaft der Eidgenossen, Savoyer, Leventiner und der Rusca. Nach 1686 konnte sich die Gemeinschaft von den Marcacci Vögten befreien. 1803 wurde das Verzascatal ein Kreis mit dem Hauptort Lavertezzo. In religiöser Hinsicht gehörte das Verzascatal bis zum 13. Jahrhundert zur Pfarrei San Vittore di Locarno.

 

 

Baustil und Siedlungen

Typisch sind die Verzascahäuser aus grauem Stein mit weissen Umrandungen an den Fenstern und Steinplattendächern. Die vielen Kapellen entlang der Wege, zeugen vom tiefreligiösen Glauben der Talbewohner.

 

Corippo ist das markanteste Dorf im Verzascatal, welches seinen Charakter völlig unberührt bewahrt hat. Es liegt im Taleinschnitt des Flusses Verzasca, am nördlichen Ende des Stausees. Das Dorf wurde zum Denkmal von nationaler Bedeutung erklärt und steht unter Heimatschutz. Im Jahre 2005 ist Corippo mit nur noch 17 ständigen Einwohnern die kleinste Gemeinde der Schweiz.

 

 

 Sehenswürdigkeiten

Ponte dei Salti

Die Ponte dei Salti, auch als Römerbrücke bekannt, führt bei Lavertezzo über den Fluss Verzasca. Es ist eine Steinbrücke mit zwei Bögen, die im Mittelalter gebaut wurde. Nach der teilweisen Zerstörung im Jahre 1868 wurde sie 1960 neu aufgebaut. In der Nähe befindet sich eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert. (2.Bild von oben)

Ponte dei Salti

 

 

Staumauer

Mit ihrer 220m Höhe und 380m Länge ist diese Staumauer eine der grössten Europas. Sie liegt am Ende des Lago di Vogomo. Die Bauarbeiten dauerten von 1960 bis 1965. Hier wurde 1995 Szenen für den James Bond Film “Golden Eyes” gedreht. Im Dienste seiner Majestät stürtze sich 007 am Gummiband in die Tiefe. Der Sprung dauerte exakt 7,5 Sekunden.  Für alle, die sich selber überzeugen wollen noch ein Film.

Informationen zum Bungy Jumping im Verzasca Tal hier.

 

 

Museo di Val Verzasca

Das Museum befindet sich in Sonogno, in einem alten Wohnhaus gegenüber dem Dorfplatz. In der Casa Genardini ist seit 1974 eine Sammlung untergebracht, die rund tausend Ausstellungsstücke umfasst, die das Alltagsleben früherer Zeiten widerspiegeln.

 

Tauchen

Das Valle Verzasca bietet jedoch noch mehr außergewöhnliche Sportmöglichkeiten. Die Verzasca, ein Gebirgsfluss der bekannt ist für sein smaragdgrünes Wasser und als einer der schönsten Flüße Europas gilt, bietet für Taucher auch einige wunderschöne Tauchplätze.

 

Wirtschaft

Früher betrieb die Bevölkerung hauptsächlich Landwirtschaft, das heisst vor allem Weidewirtschaft. Seit 1873 wird in zwei Steinbrüchen von einheimischen Arbeitern Granit abgebaut. Mit dem Anschluss an den öffentlichen Verkehr entwickelte sich ab Ende des 19. Jahrhunderts der Tourismus. Während der Krise der 1930er Jahre breitete sich die Arbeitslosigkeit auch im Verzasca aus. Um der arbeitslosen Bevölkerung zu helfen, wurde das „Komitee für die Tätigkeiten in Heimarbeit“ („Comitato per i lavori casalinghi a domicilio“) gegründet. Die Talbewohner wurden mit typischen handwerklichen Tätigkeiten beschäftigt: Wollfärbung mit natürlichen Farben (Blättern, Wurzeln und Früchten, die vor Ort vorhanden sind), Handspinnerei, Strickerei und Holzarbeiten, um ihre finanzielle Not zu lindern. Der Umbau der alten Verzascahäuser (Rustici) in Ferienhäuser schafft Arbeitsplätze, erhöht die Tourismuseinnahmen und sorgt dafür, dass die alten Häuser und das charakteristische Ortsbild erhalten bleiben. So waren im Jahre 1990 nur noch 20 Prozent der Beschäftigten im Landwirtschaftssektor tätig.

 

 

Persönliche Meinung

Wir sind der Meinung, dass man sich im Valle Verzasca sehr gut verweilen kann. Das Klima ist für uns Nordostschweizer sehr angenehm und auch mal etwas anderes. Es gibt viele Möglichkeiten sich zu unterhalten und sich zu beschäftigen. Von Kulturellem über Sportliches ist von allem etwas dabei und ein perfekter Ferienort.

 

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